Food ABC: S wie Süßlupine

Hallo Ihr Lieben,

nach Soja, Hafer, Reis, Hanf, Weizen und Dinkel kommt uns nun auch immer öfter eine neue Eiweißquelle in die Quere: Die Süßlupine! Was sie kann und wie man sie am besten zu sich nimmt erfahrt ihr heute auf dem Veganfoodpornblog! Exkurs: Warum Eiweiß? Ohne Eiweiß kein Leben! Eiweiß ist für die Bildung von Körperzellen, für die Abwehrkräfte, für das Blut und für die Stoffwechselaktivität wichtig. Für die ständige Erneuerung der Zellen sind wir auf eine tägliche Zufuhr über die Nahrung angewiesen. Dabei kommt es vor allem auf die Qualität des Eiweißes an.

Lupinen sind nicht nur hübsch anzusehen wegen ihrer rosa, violetten und blauen Blüten, sondern auch nützlich: Richtig zubereitet schmecken sie lecker in Eiscreme und Brotaufstrich. Worin noch Lupineneiweiß steckt, warum nur Süßlupinen ungiftig sind und weshalb Lupinen als Fleischersatz gelten:

Felder mit den hoch aufragenden Blütenständen der Lupine rechts und links, ein blauer Teppich, der bis zum Horizont reicht – in Australien kein seltener Anblick. Das Land ist Hauptanbauland für die Pflanze, die wie Erbse und Erdnuss zu den Hülsenfrüchtlern zählt.

In Deutschland werden Lupinen größtenteils zur Zierde gepflanzt, schmücken Vorgärten, Gemüsebeete und Straßenränder. In Ost- und Norddeutschland – vor allem in Brandenburg – kultivieren Landwirte Lupinen allerdings im größeren Stil: ihre proteinreichen Bohnen eignen sich gut als Futtermittel, finden sich aber immer häufiger auch in unseren Lebensmitteln. In Supermärkten, Reformhäusern und vielen Online-Shops wächst die Produktpalette:

  • Nudeln
  • Brötchen
  • Lupinenmehl
  • Tofu aus Lupinen
  • Lupinenmilch
  • Joghurt, Dressing, Frischkäse oder Pudding aus Lupinenmilch
  • Fleischersatzprodukte wie vegetarische Wurst, Rostbratwürstchen, Burger oder Geschnetzeltes aus Lupinen
  • eingelegte Bohnen als Antipasti, zum Salat oder als Snack
  • Brotaufstrich
  • Lupinenkaffee (statt Kaffeebohnen werden die Bohnen der Lupine verwendet)
  • Proteinshakes
  • Eiscreme

Proteinreiche Energielieferanten ohne Gluten

Die Bohnen der Lupine bestehen zu rund 40 Prozent aus Proteinen. Das macht sie zur guten Eiweißquelle, was nicht nur Vegetariern und Veganern nützt. Proteine zählen zu den Nährstoffen, die am besten sättigen. Auch Menschen mit Zöliakie profitieren von Produkten mit Lupinen, weil sie kein Gluten enthalten wie beispielsweise Brot und Nudeln aus Weizen oder Roggen. Was außerdem für Produkte aus Lupinen spricht:

  • Viele Aminosäuren wie Lysin sind enthalten, was Eiweiß aus Lupinen besonders hochwertig macht. Außerdem hat das pflanzliche Protein cholesterinsenkende Wirkung und ist selbst cholesterinfrei.
  • Lupinenmilch ist völlig frei von Laktose: Daraus hergestellte Eiscreme ist daher auch für Menschen mit Laktoseintoleranz geeignet.
  • 100 Gramm Lupinen enthalten nicht mehr als acht Prozent Fett, das zu einem großen Teil aus wertvollen einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren besteht. Lupinenwurst hat beispielsweise 30 Prozent weniger Fett als normale Wurst.
  • Carotinoide, Vitamin E, Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen und sekundäre Pflanzenstoffe sind enthalten.
  • Sie gelten als guter Ballaststofflieferant. Ballaststoffe unterstützen unsere Verdauung.
  • Produkte aus Lupinen sind kalorienarm, purinarm und enthalten wenige verdauliche Kohlenhydrate.

    Lupine als Fleischersatz: Gut für die Umwelt

    Nicht nur billiger, auch umweltfreundlicher ist der Anbau von Lupinen: Sie gedeihen in Deutschland und wachsen als anspruchslose Gemüsepflanzen auf sandigen und sauren Böden. Was aus heimischem Anbau stammt, muss nicht über hunderte oder tausende Kilometer mit Schiff oder Flugzeug importiert werden, was der Umwelt immens nützt. Ein weiterer Pluspunkt für die Flora: Die stickstoffbindenden Wurzeln der Lupinen führen zu einer natürlichen Verbesserung der Böden. Der Vorteil für die Fauna liegt auf der Hand: Wer tierisches Eiweiß durch pflanzliches austauscht, setzt ein Zeichen gegen Massentierhaltung. Ebenfalls toll: Bei Lupinen gibt es keine gentechnisch veränderten Sorten wie es bei Sojabohnen der Fall ist.

    Ausschließlich Süßlupine essbar!

    Es gibt zwar über hundert verschiedene Arten von Lupinen, essen darf man jedoch nur die bohnenartigen Samen der Süßlupinen. Herkömmliche Sorten, wie sie beispielsweise als Zierpflanzen im Vorgarten wachsen, enthalten giftige Bitterstoffe (Alkaloide), die aus Süßlupinen weitgehend herausgezüchtet wurden. Wer Lupinensamen anpflanzen und ernten will, darf deshalb nur bestimmte Sorten anbauen. Dazu gehören:

    • Blaue (Lupinus angustifolius), Weiße (Lupinus albus) und Gelbe Lupine (Lupinus luteus)
    • Anden-Lupine (Lupinus mutabilis)
    • Bunt- oder Behaarte Lupine (Lupinus pilosus)

    Allergenes Potenzial der Lupine

    Lupine gehört zu den 14 Hauptallergenen, deren Verwendung auf Verpackungen gekennzeichnet werden muss. Besonders häufig kommt eine Kreuzallergie zu Erdnüssen vor. So weisen Erdnussallergiker ein 30-60%iges Risiko für eine Lupinenallergie auf und sollten in dem Fall darauf verzichten. Von diesen Personen einmal abgesehen, vertragen die meisten Menschen Lupinenprodukte gut. Dass die Lupine an Bedeutung gewinnt, ist im Jahr 2014 deutlich geworden: Es fiel der Startschuss für das „Modellhafte Demonstrationsnetzwerk Lupine“, das mit 900.000 Euro vom Landwirtschaftsministerium gefördert wird. Dieses Netzwerk zielt auf die Stärkung der Lupine vom heimischen Anbau bis zur Verwertung ab.


     Neugierig geworden?

     Hier findet ihr folgende Zubereitungsideen:

 

Lupinen Kräuter Aufstrich von Made with Luve
Lupinen Kräuter-Frischkäse Aufstrich von Made with Luve
Lupinen - Stracciatella Joghurt - Alternative. Auf dem Bild im Glas zubereitet mit frischen Kirschen, Erdnussmehl und Haferflocken.
Lupinen – Stracciatella Joghurt – Alternative von Made with Luve. Auf dem Bild im Glas zubereitet mit frischen Kirschen, Erdnussmehl und Haferflocken.
Diese glutenfreie Burgervariante von Alberts ist nicht vorfrittiert und daher locker leicht und bekömmlich. Zubereitet mit schwarzen Bohnennudeln, gelben Tomaten, Bärlauchpesto, Hummus und einem kleinen gelbe Tomaten-Kapern Salat.
Diese glutenfreie Burgervariante von Alberts ist nicht vorfrittiert und daher locker leicht und bekömmlich. Zubereitet mit schwarzen Bohnennudeln, Bärlauchpesto, Hummus und einem kleinen gelbe Tomaten-Kapern Salat.
Super leckere Schokomilch von Made with Luve.. frisch, sämig und einfach perfekt im Geschmack!
Super leckere Schokomilch von Made with Luve.. frisch, sämig und einfach perfekt im Geschmack!
Kartoffelsalat, ganz frei von Ei - dank der Lupinen-Mayonnaise von Made with Luve
Kartoffelsalat, ganz frei von Ei – dank der Lupinen-Mayonnaise von Made with Luve. Hier zubereitet mit Äpfeln, Paprika und Essiggurken. Die Grissinis steckt ihr zur Deko rein.
Das vegane Lupinen Dessert mit Schokolade von Made with Luve kommt einem echten Schokoladenpudding so nah wie nur irgend möglich. Herrlich cremige Konsistenz paart sich mit einem wunderbaren Schokoladengeschmack, ohne dass die Lupine einen Eigengeschmack entwickeln würde. Für Pudding-Liebhaber eine unbedingte Empfehlung!
Das vegane Lupinen Dessert mit Schokolade von Made with Luve kommt einem echten Schokoladenpudding so nah wie nur irgend möglich. Herrlich cremige Konsistenz paart sich mit einem wunderbaren Schokoladengeschmack, ohne dass die Lupine einen Eigengeschmack entwickeln würde. Für Pudding-Liebhaber eine unbedingte Empfehlung!
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..dasselbe wie Schokolade in Vanille..

 

Lust auf noch mehr solcher Rezepte? Kommt gerne in die zum Blog gehörende Gruppe “Vegan Food Porn” auf Facebook oder gebt der Facebookseite euer Like!

Bis dahin – eine gute Zeit eure Carina

Die Lupinen Produkte wurden mir freundlicherweise von Kokku-Online Shop zur Verfügung gestellt, dort findet ihr die aufgelisteten Produkte bei Interesse alle . Die Meinung in dem Beitrag ist natürlich meine eigene. Auf diesem Blog werden nur Produkte vorgestellt hinter denen wir zu 100% stehen. Schaut doch auch gerne mal auf der Facebook Seite von Kokku vorbei!

 

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